Kaum zu glauben, wieder ist ein Monat vorübergezogen. Wobei ich zu Beginn des Monats August noch dachte, dass es ein ruhiger Monat wird. Es ist Ferienzeit – unsere Kinder haben Sommerferien und viele meiner Kunden sind ebenfalls im Urlaub. Unsere 4-köpfige Familie ging erst ab Ende August in den Urlaub. Aus diesem Grund hatte ich mich dazu entschlossen, im August die Projekte anzugehen, die ich während meines regulären Business Alltags nicht schaffte.

Und so lief es…

 

Bloggen mit der BlogBang

Seit April 2021 habe ich zu bloggen begonnen, um mein Fachwissen zu teilen. Ich habe in all den Jahren der Ausbildung und der Selbstständigkeit ein enormes Fachwissen angesammelt, welches aber nur in Teilen im täglich Business Verwendung fand.

Meine ersten drei fachlichen Blogartikel entstanden als unglaubliche „Gewaltakte“ bis sie endlich online gingen. Meine größten Hindernisse: Zu komplexe Themen für einzelne Blogartikel, technische Hürden und Selbstzweifel (Wen interessiert das alles schon!).

Da kam der Newsletter von Judith Sympatexter Peters genau richtig!. Noch im Juli hatte ich mich dazu entschlossen der BlogBang Gruppe über die Sommerzeit beizutreten. Um meine „Content Ängst“ zu überwinden und ins Schreiben zu kommen. Mein Ziel: Wissensvermittlung in Kombination mit Freude am Bloggen. Innerhalb von nun 6 Wochen habe ich jetzt 6 Blogartikel geschrieben sowie viele Ideen und Material für die nächsten Monate gesammelt. Mein innerer Kritiker und Perfektionist wurde – fast – ausgeschaltet.
Fazit: Einfach mal loslegen und nicht soviel nachdenken.

Die letzten 6 Blogartikel aus dem BlogBang Kurs

Jetzt schon an Weihnachten denken

Puhh, bei sommerlichen Temperaturen an Weihnachten denken? Meine „End of the Year“ Kreation nimmt langsam Gestalt an. Es soll auf jeden Fall aus dem Silphie Papier (weitere Informationen zum Ökokreislauf) bestehen (das ist das dunkelbraune Papier auf dem Bild) und eine kleine Kartenaktion werden. Ich möchte damit meinen Kunden und Interessenten zeigen was man mit diesem sehr unüblichen Papier kreieren kann. Wie man mit Stanzungen und schöner Gestaltung nachhaltige Printprodukte kreiert und umsetzt. Zeigen, was  diese Papier ausmacht:  

  • Es wird regional erzeugt – vom Anbau der Pflanze bis zur Produktion in Deutschland
  • Es ist ressourcenschonend, da die Pflanze in der Landwirtschaft zum Humusaufbau verwendet wird und mehrmals im Jahr „geerntet“ werden kann – wie Gras. Zudem wird zur Herstellung des Papiers kein Zellstoff aus Holz benötigt und kein Baum gefällt
  • Es ist mehrfach recycelbar ist, da die Pflanze lange Fasern hat im Gegensatz zum klassischen Holzzellstoff

Im Juli hatte ich meine Ideensammlungen abgeschlossen. Mitte August ging es dann auf den Weg zu einer Spezialdruckerei nach Stuttgart (Die Grasdruckerei), um die Umsetzungsmöglichkeiten abzuklären. Jetzt habe ich alle Informationen zusammen und lege nach den Ferien mit der Umsetzung meiner Kartenaktion los.

Drucksachen aus Silphiepapier

Japanische KURINUKI Technik

Schon lange wollte ich mir japanische Teeschalen kaufen. Doch die Schalen, die es in Europa zu kaufen gibt waren mir  zu gleichförmig, zu kommerziell, zu teuer und kitschig – nicht japanisch! Es fehlte mir das Besondere. Japanischen Teeschalen dürfen nicht gleich aussehen. Sie haben einen Seriencharakter und trotzdem ist jede Schale handgefertigt und individuell.

Per Zufall – oder es war Gedankenübertragung – bot meine langjährige Kursleiterin Elke Steiger (Keramik Künstlerin) einen 1 wöchigen Sommerkurs mit freier Keramik-Werkstatt an. Freie Werkstatt bedeutet: Jeder kann töpfern was er möchte, sie stellt einfach all ihr Wissen und Material zur Verfügung. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, zumal es ein Abendkurse war, den ich ganz geschickt in den beruflichen Alltag und mit den Ferien der Kinder vereinbaren konnte.

In dieser Woche Mitte August hatte ich mir dann 4 Teeschalen und eine Bonsaischale (für meinen neuen Eichenbaum) geschnitzt. Die Ergebnisse werden dann Ende September – wenn sie ganz trocken sind – noch glasiert und im Ofen gebrannt. Ich werde dazu an anderen Stelle (Blogartikel Kurinuki Technik) noch berichten.

japanische Schnitztechnik mit Ton heisst Kurinuki

100 japanische Kanji lernen und behalten

Seit 2 Jahren lerne ich Japanisch (über-mich Seite) mit dem Ziel im Herbst 2021 am Sprachtest JPLT 5 (Japanese Language Test Einsteiger) teilzunehmen. Leider waren coronabedingt bereits im Juni alle Plätze für den Test im Herbst belegt.

So entschloss ich mich, mir meine eigene Challenge zu setzen und bis dorthin die Basic-100 Kanji zu lernen. Ich kann jetzt bereits 120 Kanji, aber leider vergesse ich den einen oder anderen immer wieder. Deshalb habe ich mir eine Methode überlegt, mit der ich diese Schwierigkeit bewältigen und im August alle 100 Kanji zeichnen kann.
Meine Methode: Ich erzähle zu einzelnen oder einer Gruppe von Kanji eine Geschichte. z. B. Yuri liebt Schneeberge. Yuri bedeutet Schnee und das Kanji  雪 besteht aus dem Kanji Regen (obere Teil) und darunter das 90 Grad gedrehte Kanji für Berg.

Es fällt mir viel leichter diese Geschichten zu merken als stupides Auswendiglernen und zeichnen. Mehr dazu im September-Blog-Monat.

Auszeit auf Sizilien

Die letzten Augusttage geht es endlich in den Urlaub! Mit einer 5 stündigen Wartezeit am Flughafen – davon 2 Stunden im Außenbereich bei 13 Grad – begann unser Sommerurlaub 2021! Am Zielflughafen in Sizilien / Catania angekommen, waren es dann mollige 30 Grad Außentemperatur! Welch ein Klimawechsel – schnell mal alle Jacken ausziehen!
Am allerletzten Augusttag ging es dann mit der ganzen Familie zur Vulkanbesichtigung auf den Etna. Um 9 Uhr trafen wir uns mit dem Guide. Ich war gespannt, was wir alles zu sehen bekommen, denn die letzten Tage im August war der Etna sehr unruhig. (Sizilien: Erdbeben M 4,3, Datum: 31.08.2021 | Zeit: 04:14:15 UTC | Lokation: 38.02 N ; 13.92 E | Tiefe: 15 km | Ml 4,3 mehr dazu)

Mit einem Landrover ging es quer über holprige Lavastrassen durch den Nationalpark. Die erste Station war eine unterirdische Lava Tube mit gigantischen Steinformationen. Mein Sohn hatte sich dies gewünscht. Danach ging es weiter zu einem der 300 Krater, die es um den Etna gibt. Da unsere Familie gerne Steine sammelt, haben wir es uns nicht nehmen lassen von jeder Station Musterstücke mitzunehmen. Rot, beige, schwarz sehen doch toll aus (siehe Beitragsbild am Anfang) und jedes Steinchen erzählt seine eigene Entstehungsgeschichte! 

Meine Learnings: Ich wusste bisher nicht, dass jeder Vulkan einen eigenen Aufbau, Struktur und Ausbruchsszenario hat. In der Schule lernt man vom „Standardvulkan“, welcher so in der Realität nicht vorkommt. Jetzt kenne ich auch den Unterschied zwischen den Vulkanausbrüchen des Vesuvs, Fagradalsfjalls und Etnas. Unseren Jungs hat es auch ziemlich gut gefallen, wenn der Schulunterricht nur annähernd so spannend wäre!

Blick auf den Etna
Etna Sizilien

Mein Fazit aus meinem ersten Monatsrückblick:

Ein Rückblick hat etwas Belohnendes: Ich bin stolz über das Erreichte.
Was habe ich in diesen 4 Wochen doch alles gemacht! WOooooW!

Jetzt bin ich gespannt auf die nächsten 4 Wochen. Geplant habe ich: meinen Newsletter und mein Weihnachtsprojekt mit dem Silphie Papier zum Leben erwecken.

Weigle

Cornelia Weigle
Ich unterstütze dich dabei maßgeschneiderte Printobjekte und nachhaltige Drucksachen zu kreieren, zu planen und umzusetzen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass langjährige Kundenbeziehungen nur funktionieren, wenn sie in der digitalen und realen Welt erlebbar sind.